logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Sonntag, 11.06.2006

Vamos a ganar!!!!

Hier am Strand von Mexiko bebt die Erde. Mexiko hat das erste Fussballspiel gegen Iran gewonnen. Alle feiern und die Restaurants schaffen es gar nicht mehr das Bier kalt zu stellen...Morgen geht mein Flug zurueck nach Berlin und ich waere hier noch fast in einen Tropensturm gekommen. Die Luftmassen ziehen aber ueber Kuba ab, zuvor haben sie sich aber ueber Mexiko abgeregnet...
An dieser Stelle schliessen sich die Erlebnissberichte aus Belize. Falls ihr mal auf der Suche nach einem Uralubsziel seid, Belize lohnt sich und garantiert tausend ungeplante unvorhergesehene Dinge.
Oli und Pamela in Hopkis haben gemuetliche Haengematten und wenn ihr wollt nimmt euch Levi mit aufs offene Meer zum Fischen. Und falls ihr euch nicht ganz sicher seid allein zu fahren, ICH KOMME AUCH GERN MIT UND ZEIGE euch die Wasserfaelle, Geheimstraede in Dangriga, Mennonitendoerfer in Cayo und und und.

Die letzten 10 Monate waren...
*dieses Wort lasse ich offen, vielleicht faellt euch ja was ein*


Bis Bald
Euer
Florian

Mittwoch, 07.06.2006

...


Markisha und die kleine Herdie G

Von Francis kommt der Spruch: " Es kommt nicht drauf an WAS du machst, sondern WIE? "

Weybuga Potsdam


Mir fehlen im Moment wirklich die Worte, um die Gedanken und vielen Gefühle in Worte zufassen.
Ich bin unglaublich glücklich in diese Welt eingetaucht zu sein und die Menschen, Natur und Geschehnisse nicht nur wie in einem Museum oder Aquarium von außen betrachte zu haben.
Erlebnisse wie gestern, als ich mit einem garifunischen Einbaum vor dem Karibikstrand fischen war und einen kleinen Hai an die Angel locken konnte, oder der Abend vor meinem Geburtstag als ich mit dem ehemaligen Weltmeister im Sandburgen bauen (älteren weißhaariger Mann, sah aus wie der Weihnachtsmann im Urlaub) am Hopkinsstrand saß und die fallenden Sternschnuppen über der karibischen See zählte oder auch als mich zwei Mormonen versuchten zu bekehren (?), werde ich nie vergessen.
Doch nicht nur diese so genannten Events und neuen Erfahrungen werden mir fehlen, sondern auch die mir hier in Belize alltäglich gewordenen Dinge werde ich missen. Eine zuckersüße Ruthi, die jeden Tag nach der Schule in meine Arme gerannt kommt, oder auch der Rastafari Francis, der mir neben Gras und Zigaretten auch Melonen, Limonen, Mangos, Kokosnüsse sowie Küchengeschirr und Silberarmreifen andrehen wollte, werden plötzlich aus dem Leben verschwinden.
In den letzten Tagen stelle ich auch fest, wie tief ich in die Gesellschaft gewachsen bin. Viele kommen um sich zu verabschieden und noch ein paar liebe Worte mit auf den Heimweg zu geben.
Es wird schwer, doch ich freue mich auch auf Potsdam.

Heute und morgen werde ich im Krankenhaus sein, um den Labormitarbeiter den CyFlow Counter zu erklären?



PS. Keine Angst es war noch nicht der letzte Eintrag....
:-)

Donnerstag, 01.06.2006

Mit Tim in den Unterwelten

Für die Maya bestand das Universum aus drei Bereichen: dem Himmel, der Erde und der Unterwelt. Während die Erde der Ort für die Menschen war, hatten die zahlreichen Götter der Maya ihren Platz im Himmel oder in der Unterwelt.

Zu den Göttern wanderten auch die Seelen der toten Maya. Die Maya stellten sich vor, dass Erde, Himmel und Unterwelt durch den sogenannten Weltenbaum (wakah-chan) verbunden sind, den die Götter gleichzeitig mit Himmel und Erde geschaffen hatten.
Der Weltenbaum sollte den Himmel stützen, so dass er nicht auf die Erde fällt. In der Vorstellung der Maya war die Erde übrigens flach und viereckig.
Unterwelt, Erde und Himmel wurden durch den Weltenbaum verbunden: Die Wurzeln des Baumes reichten in die Unterwelt, der Stamm stand auf der Erde und die Zweige des Himmels reichten in den Himmel. Entlang dieser Verbindungslinie konnten die Seelen der Toten in den Himmel oder in die Unterwelt wandern.

Um den Mayagöttern in der Unterwelt einmal ganz nahe zu sein, begaben Tim und ich uns in die diesen Bereich der Erde. Balton Creek Cave in Cayo hieß die Höhle, die wir zusammen mit einem Tourguide in einem Dreimannkanu erkundeten. Verschiedenste Formationen und Strukturen bildeten sich an den Höhlenseiten- und decken. Erschreckende Schatten projektierten unsere Taschenlampen an die Wände. Alte Tonkrüge und Skelette von geopferten Mayas ließen sich auf Felsvorsprüngen ausmachen. Im Kanu liegend, schoben wir uns mancherorts unter gewaltigen Stalaktiten hindurch, um bis zum Ende des befahrbaren Teils der Höhle zu gelangen. 8-10 Millionen Jahre hat die Höhle schon auf dem Buckel und in der frühen Mayaperiode wurde sie für Opfergaben benutzt. Im Falle einer Trockenzeit wurden den Göttern Kinder und im Falle eines nicht enden wollenden Krieges alte Menschen geopfert. Indem die Maya Äste eines Gummibaumes entzündeten, konnten sie sich für eine gewisse Zeit mit Licht in der Höhle bewegen. Die Russreste sind noch bis zum heutigen Tag sichtbar.

Um den Höhlenbesuch so authentisch wie möglich zu gestalten, löschten wir mitten in der Höhle unsere Lichtquellen und fühlten mit den Luftzügen und Geräuschen der Unterwelt. Fledermäuse sausten durch die Gänge um Nahrung für den Nachwuchs zu besorgen, laut und leise fielen Wassertropfen und sitzend in unserem Boot fühlten wir die Flussbewegungen?

Es war atemberaubend.


Gefüllt mit Mayapower imitierten wir Tarzan?



Tja und da man ein tropisches Land nicht ohne typischen Vorfall verlassen kann, habe ich jetzt ein Wurmexemplar unter meiner Haut stecken. Ja richtig gelesen. EINEN WURM. Durch einen Moskitostich wurde mir eine Art Larve unter die Schulter geschummelt. Der sich entwickelnde Wurm verursacht ein lokales Brennen und ist verantwortlich für eine rote Schwellung.
Einziges Heilmittel: Vaseline auftragen und luftdicht für einen Tag verschließen. Anschließend heißt es ausdrücken.... arg.
Eins weiß ich, BieneMAYA hat mich nicht gestochen....:-)

Dienstag, 30.05.2006

Ach war das geilllllllll.

Das letzte Wochenende zog es mich nach San Ignacio, der letzten größeren Stadt vor der Grenze nach Guatemala. Zusammen mit Timmy, zwei guten Freunden (Dominic und Shevaun) und weiteren 8 Weltenbummlern mieteten wir uns einen großen Van und tourten damit durch die Montain Pine Ridge. Ein ehemals von Pinien dicht bewachsenes Gebiet, welches aber aufgrund einer Borkenkäferattacke nur noch Gerippe ähnliche Bäumchen zu bieten hat. Zwischen all den Streichhölzern kämpfen sich große Wassermassen durch die Steine und stauen sich an zwei Stellen zu großen Wasserfällen auf. Springen hieß es dann? höher, weiter, tiefer? uhhhhhhhhhhhhhhhaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhh


Die Grenzpolizei kam auch um den wundervollen Blick zu genießen...

Mittwoch, 24.05.2006

von den Affen gebissen........

Samstag, 20.05.2006

Ich bremse die Minuten förmlich aus

Ja es sind jetzt noch gut 21! Tage bis ich hier WinkeWinke mache. Tim der Weltreisende startet in Belize seine Tour und wird mich die letzten Tage hier begleiten. Ich gebe ihm den Staffelstab in die Hand, fülle ihn noch mit Karibikrum verabschiede ihn dann auf den Weg nach Guatemala (ich freu mich so für ihn, dass er das Jahr noch vor sich hat). Seine Blogg-Reisebeschreibungen findet ihr unter winkewinke.blogg.de

Das Tolle ist, dass ich den ersten Teil der Fußballweltmeisterschaft in Belize und Mexiko erleben werde, um dann den zweiten Teil im Gastgeberland zu betrachten. Vor zwei Wochen war ich für 3 Tage in Mexiko und ihr könnt euch ja gar nicht vorstellen, wie viele deutsche Nationaltrikots auf den Straßen laufen. Ballack, Klose und Podolski. Naja auch einige old-styled-people mit Matthäus und Klinsmann sowie Ruuudi Völllller Nikis.

"eine weitere Zollgeschichte"

Mit geschwellter Brust und selbstbewusst fuhren wir diesmal zum Flughafen Belize City. Schließlich wussten wir ja, dass sich die Unterschrift des Finanzministers auf unseren fein-säuberlich ausgedruckten Papieren befand. Aber Belize wäre ja nicht Belize, wenn uns so einfach die dort wartenden Medikamente (etc.) ausgehändigt würden. Der oberste Zollbeamte grinste nur und winkte ab, ich müsste mir erst einen Zollzwischenbeamten suchen, um gewisse Verwaltungsabfolgen zu erfüllen. Mit hängenden Schultern und mit Erinnerungen an meine bisherigen Zollerfahrungen machten wir uns auf den Weg nach Belize City, um einen mir bekannten Zollzwischenhändler zu finden. Leider war Mr. Ramos nicht zu finden und alle anderen Mitarbeiter waren entweder "zu müde" oder zu beschäftigt. Als letzte Hoffnung viel mir das Zollhauptgebäude im Hafen der Stadt ein. Dort angekommen, trafen wir auf den großen Fluren des Hauses einen Zollzwischenhändler... Um die Sache kurz zu machen: Nachdem wir in so gut wie allen Räumen des Hauses vorgesprochen hatten, erhob man eine Ausgabegebühr für die Medikamente von 400 BELIZE DOLLAR. Der Grund für diese Abzocke war angeblich ein Papier aus Deutschland was die ganze Lieferung in Frage stellte. Obwohl wir die Unterschrift der höchsten Instanz, dem Finanzministerium hatten, kümmerte es die Angestellten des Zollhauptgebäudes wenig. Ich bin innerlich fast explodiert. Wie kann man so korrupt sein. Alleine hinter dem Zollhauptgebäude standen mindestens 10 nagelneue Riesenschlitten (Autos). Alles Bestechungsware oder Schmiermaterial.
Mit einer weiteren Unterschrift, die wir nach Zahlung der 400 BZ $ erhielten, hatten wir keine Probleme die 6 Kartons aus dem Zoll am Flughafen zu bekommen.
Mit Nurse Marys Truck, in den die Nacht zuvor eingebrochen wurde und nun Heck- und Beifahrerfenster fehlten, machten wir uns auf den Rückweg nach Dangriga ?

Montag, 15.05.2006

Die letzten 28 Tage sind angebrochen......


Am Freitag haben Balou und ich uns 15 Kinder aus der Behindertenschule geschnappt und mit ihnen einen schweißtreibenden Vormittag verbracht. Das war herzlich, denn bedingt durch die verschiedenen Behinderungen, halfen sich die Kids gegenseitig bei den Sport- und Geduldsspielen. Oftmals hörten wir nur Freudenschreie, denn endlich konnten sie mal außerhalb ihrer normalen Schulumgebung spielen.

Am Nachmittag wurde ich zu einer Privatinsel unweit des Riffs eingeladen. Die Insel steht normalerweise zahlungskräftigen Amerikanern für 10 000 US Dollar wöchentlich zur Verfügung, doch es gab da wohl eine Ausnahme. Einfach unglaublich!!!

Mittwoch, 10.05.2006

many things during one day....


Die ersten Stunden des Tages verbrachte ich mit dem Roten Kreuz in einer kleinen Grundschule. Weil die Hurrikanesaison bald wieder beginnt, gabe es Vorträge über Hurrikane und die notwendige Vorbereitungen bzw. Anleitung für das Verhalten nach einer Sturmkatastrophe.
Anschließend schickte das Hospital eine Blutprobe für den CyFlowCounter. Leider ließ sich nur eine CD4-Zellzahlmenge von 16 nachweisen. AIDS im Endstadium!

Auf dem Bild ist neben der Knallerbse Dr. Peter Allen zu sehen. Peter hat uns geholfen die Papiere für den Zoll durch zu boxen. Persönlich ist er zum Minister maschiert und hat sich die nötigen Unterschriften geholt. Wenn nicht dazwischen kommt, können wir anfang nächster Woche zum Airport reisen und stolz unsere Freifahrtscheine präsentieren. 10 0000 Kondome warten schon sehnsüchtig auf ihre Abholer...

Ja und weil wir schonmal in der Hauptstadt waren, ging es auch noch schnell zum Brodies. Beladen mit Milch und Fleischprodukten winkt uns in den nächsten Tagen ein voller Kühlschrank...
Ach, wer hätte es gedacht die mittelamerikanische Außenstelle von Birkenstock ist in Belize. Als wir den kleinen Container betraten, wurden wir mit einem halbstündigen Redeschwall des Besitzers belegt. Der Deutsche hat sich so gefreut, endlich mal wiedern in seine Muttersprache zu quatschen. Wie sagte er doch gleich?:"Ich als Preuße werde meine Wurzeln nie ausgraben können, schwarz ist schwarz und weiß ist weiß"